Tangó vom Vossbarg

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Besitzer FEIF ID Geburtsdatum Farbe und Abzeichen
Sabine Schleehauf DE 29. März 1990 Brauner o.A.

Aktuelles

06. Februar 2010

  • Heute kam eine mail, über die wir uns sehr gefreut haben:

Liebe Jutta,

natürlich wollte ich gleich nach Lehrgangsende - oder doch dann spätestens zum neuen Jahr ein paar Grußworte schicken. - Nun ja, lieber spät als nie!!

Im November habe ich einen Töltreitkurs mit Uli Reber besucht. Schon bei der Vorstellung der Pferde habe ich nur erzählt, dass mein Pferd Tangó heißt , ein schönes Freizeitpferd ist, das früher auch mal Turniere lief. Seine Frage lautete sofort: DER TANGO, den Silke und Annelie geritten haben? Er konnte sich noch gut an ihn erinnern.

Nach dem Vorstellen der Pferde unter dem Reiter und nach dem "Probereiten" von Uli sagte er beim Absteigen das erste Mal: Tango ist einfach ein tolles Pferd! Das war er schon immer und - wird es auch immer bleiben!!

Beim Dressurreiten in der Halle meinte er nur ganz trocken: Manche Sachen werden sich bei ihm nicht mehr ändern. Das haben schon zu viele probiert - aber er war doch ganz zufrieden mit uns. Am Schlußtag auf der Ovalbahn hat Tangó noch mal allen gezeigt, was noch immer in ihm steckt und grandiose Runden im Tölt gezeigt! Locker-schnell-kraftvoll-temeramentvoll- und voller Stolz!!

Am Ende konnte Uli nur noch mal betonen , was für ein wundervolles Pferd er ist - und immer sein wird!

Man sieht ihm sein Alter nicht an!

Tangó und ich würden uns SEHR über einen Besuch von euch hier bei uns freuen. Sehr gerne kannst du ihn - oder seine Freundin - dann auch reiten. Wir könnten gemeinsam eine kleine Runde drehen. Das Wetter kann ja nur besser werden und damit auch wieder die Reitmöglichkeiten.

Unser Bild "Tangó mit Stuten im Schlepptau" ist übrigens im Kalender von EURORIDING zu sehen. Er ist einfach ein genial tolles Pferd! Egal ob unter dem Sattel oder als Modell!

Liebe Grüße und alles Gute für den Rest des noch jungen Jahres....!!

Sabine & Tangó

Das Jahr 2009

25. August 2009

Ein Foto von Sabine Schleehauf
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Ein Foto von Sabine Schleehauf
  • Bereits einmal hatten wir telefoniert miteinander und fröhlich berichtete die jetzige Besitzerin Sabine Schleehauf von ihrem Tangó.
  • Wir haben uns darüber sehr sehr gefreut, Tangó geht es gut!
  • Und nun kam eine mail und auch ein Foto, was ich zur Zeit nicht bearbeiten und ins Netz stellen kann.
  • Ber hier ist die mail vom 25.08.2009:

Liebe Frau Schlüter,

jetzt endlich habe ich 1 ! Bild von Tango! (Andere Bilder sind in Arbeit).

Ja ich weiß, er ist leicht übergewichtig - aber glücklich!

Er ist ein Premium-Freizeit-Pferd das sehr viel Spaß macht,- NICHT durchgeht, flott oder gemütlich laufen kann, Bahnfiguren blöd und überflüssig findet, super weich im Maul ist (immer dressurmäßig einen tollen Eindruck macht), sich mit Stimme regulieren lässt, auch mal einen flotten Galopp liebt, nie buckelt - einfach nur toll ist!!!

Jeden Morgen begrüßt er mich mit seinem hohen leisen Wiehern - und wird natürlich ebenso fröhlich von mir zurückgegrüßt!

Herzliche Grüße - auch von Tango!

Sabine Schleehauf

Sommer 1990
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Sommer 1990

Geschichte

  • Tango hat einen sehr besonderen Werdegang erlebt. Ob das alles gut war und ist, wage ich - mit den Kenntnissen die ich heute habe - zu bezweifeln. Inzwischen glaube ich, nein weiß ich, dass bestimmte Ausbildungsgänge ihn zu einem Durchgänger machten und auch viele Orts- und Personenwechsel sein Pferdeleben nicht gerade verschönten. Pferde, die über viel "Potenzial" verfügen, haben es oft nicht gerade leicht.....
  • Heute würde ich all so etwas bei meinen Pferden nicht mehr zulassen!
  • Aber nun die Geschichte:
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  • Ende März im Jahr 1990 geboren, zeigte er uns an den ersten zwei Lebenstagen Tölt. Den haben wir danach jahrelang nicht wiedergefunden. Was ich aber sah, war ebenso wie der Trab beeindruckend, elastisch, tänzerisch, was dem kleinen Braunen den Namen Tangó einhandelte.
  • Das Fohlen war groß und stark und hatte viel Durchsetzungspotenzial, wir entschieden, ihn recht früh, im Alter von 10 Monaten zu kastrieren. Eine gute Entscheidung.
  • Im Verlauf der Jungpferdejahre standen immer mal wieder Leute am Zaun und meinten: so ohne Tölt, das wäre ja nichts, den sollte ich man günstig weggeben.
  • Ich weiß nicht wieso und warum, ich mochte das Pferd und glaubte an seine Möglichkeiten, Bewegung hatte er, wenn auch nur im Trab.
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  • Der starke Wille blieb, was nicht ganz einfach war. Der Wallach war in der Lage, im Schritt am Halfter ganz "klamm-heimlich" die Führung zu übernehmen und seelenruhig und gelassen durchzugehen. Man mußte höllisch konzentriert sein, um diesem Moment vor der "pferdischen Machtübernahme" voraus zu sein.
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  • Tangós Grundausbildung im Alter von vier Jahren fiel in unsere Andreas Trappe Zeit. Das erste Reiten war unauffällig. Getöltet wurde er nicht. Als wir Tangó abholten, gab Andreas uns mit auf den Weg: Der Wallach braucht viel Dressurarbeit! Das ist die Möglichkeit, um zum Tölt zu kommen....wird aber schwierig sein.
  • Zu Hause angekommen kletterte ich eines Tages frohen Mutes auf meinen großen braunen Wallach, er war das Pferd, was ich so gerne reiten wollte, auf den ich so lange gewartet hatte und immer wieder Käufer abgelehnt hatte.
  • Mein brauner Lieblings-Wallach zeigte mir ganz schnell, wer der Chef war.......ich jedenfalls war es nicht.
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  • Aber dieser kurze Moment im Sattel vom Tangó war ein super Wohlfühlreitgefühl, große weiche geschmeidige Bewegungen.......auch beim Buckeln. Der Wallach war so fair, daß ich ihn nicht unfreiwillig verlassen brauchte, mein Mut aber hatte mich spontan im Stich gelassen, dieses Pferd war mir in jeder Beziegung zu mächtig.
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  • Im Herbst 1994, Tangó war gerade 4 1/2 Jahre alt, kamen Kaufinteressenten, die aber wollten das Pferd als erstes mit auf einen Lehrgang nehmen, ich lehnte ab.
  • Ich hab dann viel an der Longe mit ihm gearbeitet, was meine Stellung und Ansehen bei Tangó enorm verbesserte.....ich stieg in eine höhere Position auf.
  • Etwas Ordentliches anfangen - was für ein Reitpferd gut ist - konnte ich dennoch nicht mit Tangó. Er stand meistens auf der Weide, stark und mächtig, und freute sich. Schlecht gelaunt war der nie! Nur einmal wollte er die arme junge Rán durch den Zaun von der Weide jagen, es gefiel ihn nicht, dass wir die Stute in seine Herde stellen wollten. Schwerer Fehler von uns, das macht man auch nicht einfach so mal eben!
  • Was war zu tun mit diesem schönen Pferd.....guter Rat war teuer...ich glaubte immer noch an die Qualitäten von Tangó. Nur auf der Weide rumzustehen war schon ein bißchen zu wenig für ein Reitpferd.
 Tangó mit Svenni Hjörleifsson auf dem Kronshof 1998, Foto: JS
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Tangó mit Svenni Hjörleifsson auf dem Kronshof 1998, Foto: JS


  • Sveinn Hjörleifsson hatte 1997 erfolgreich unsere Ásta, Tangós Schwester, in der Materialprüfung geritten, probieren schadet ja nichts, dachten wir, versuchen wollten wir gerne, ob aus dem Wallach etwas herauszuholen war und so kam Tangó zum Jahresende 1997 zum Bockholts-Hoff.
  • Das Ergebnis war grandios und schon überraschend: Nach ca. vier Wochen rief Svenni an, wir sollten unbedingt schnell vorbei kommen und gucken.
  • Er ritt Tangó auf der langen Einfahrt zum Hof vor. Sveinn hatte den vierten Gang eingelegt. Ich kannte den Wallach fast nicht wieder, Tölt mit großen weiten Bewegungen.
  • "Svenni, wie hast du das gemacht?" Meine Frage beantwortete er mit einem hintergründigen Lächeln: "Ich weiß nicht genau.....viel Dressüüüüür".
  • Svenni benutze im Zusammenhang mit Tangó später noch oft das Wort Dressur, lang und genüßlich zog er das Wort zu "Dressüüüüür".


Prüfungen
  • Tangó blieb auch nach der Materialprüfung in Schneverdingen und lief auf dem Kronshof seine ersten Ovalbahnprüfungen mit Svenni. Eigentlich war das prima, aber nicht mehr, als Sveinn morgens um acht Uhr nicht zur Prüfung kam - Tangó kam auch nicht - wegen reichlich Genuß von alkoholischen Getränken am Vorabend (nicht Tangó) mit seinen isländischen Trinkbrüdern. Sie hatten den großen Sieg - welchen ? - von Tangó schon mal vorab gefeiert.
 Tangó 1998 mit Silke Köhler während der Norddeutschen Sportmeisterschaft in Görnitz, Foto: Stührenberg
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Tangó 1998 mit Silke Köhler während der Norddeutschen Sportmeisterschaft in Görnitz, Foto: Stührenberg
  • Na gut.... Sveinn war irgendwann dann bald Geschichte bei Silke, sie fragte mich, ob sie Tangó reiten dürfe. Wir hatten nichts dagegen, über ihren Reitstil machte ich mir überhaupt keine Gedanken. Ulrike war zu der Zeit gerne und viel mit Lára und auch mit Samson auf dem Hof in der kameradschaftlichen und fröhlichen Gemeinschaft der Mädchen zum Reiten und Spaß haben. Das verstand Silke gut, die Mädels zu motivieren und ihnen Mut zu machen.
  • Tangó war in der darauf folgenden Zeit auf vielen Turnieren mit Silke zu sehen. Beide waren bald recht "berühmt", auf jeden Fall sehr beachtet. Nicht weil Tangó so grandios gehen konnte - das konnte er tatsächlich - mehr weil er so klasse rennen, sprich durchgehen, konnte. Man sah immer wieder sensationslustige Menschen an der Bahn stehen und vielleicht wurden heimlich Wetten abgeschlossen, ob er es tat oder sie ihn in Griff behielt. Ein tolles Paar!
  • Da eigentlich klar war, dass ich, übrigens Ulrike ebenfalls, den Wallach nicht reiten wollte, geschweige denn hätte reiten können, entschieden wir, ihn an Silke zu verkaufen. Auch eine nicht ganz so leichte Nummer.......Silke war ein harter Verhandlungspartner, aber ich ein sturer Schleswig-Holsteiner und hätte der Preis nicht gepasst, hätte ich Tangó zu uns auf die Weide gestellt. So übel wäre das für ihn auch nicht gewesen.
Tangó mit Martin Güldner 2001 in Osterbyholz, Foto:Höbbel
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Tangó mit Martin Güldner 2001 in Osterbyholz, Foto:Höbbel
  • Hier endet eigentlich unsere Vossbarg Tangó Geschichte, ich verkaufte ihn am 04.11.1999.
  • Wenn mich ab da nicht immer wieder IPZV-Richter, Reiter oder Zuchtrichter angesprochen hätten um sich nach dem Befinden von Tangó zu erkundigen, oder aber die merkwürdige Frage zu stellen, was ist eigentlich mit "deinem" Tangó los, aller Glanz ist weg, er wirkt nicht mehr kraftvoll, usw...
  • Was sollte ich sagen, ich wußte es nicht. Silke hatte Tangó irgendwann in einem Anfall von Wut oder Ärger über eine mal wieder mißglückte Prüfung direkt noch während der laufenden Prüfung an Martin Güldner weiterverkauft, so von Pferd zu Pferd beim Reiten.
  • Martin Güldner versuchte dann den Wallach von Grund auf neu auszubilden, meiner Ansicht nach zum Scheitern verurteilt. Dem Pferd ging es in der Zeit nicht wirklich gut. Letzlich verkaufte er ihn weiter, ich weiß nicht an wen. Jedoch konnte man zum Glück Tangó in den letzten Jahren wieder mit seiner tollen Ausstrahlung recht erfolgreich in Prüfungen unter Annelie Glässing laufen sehen.
  • Wir hoffen sehr für das Pferd, dass das Hin und Her ein Ende hat und Tangó sein Zuhause gefunden hat und vor allen Dingen behalten kann.
  • Vielleicht haben wir Glück und hören einmal Aktuelles von Tangó. Wir würden uns freuen.