Spes vom Vossbarg

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Besitzer FEIF ID Geburtsdatum Farbe und Abzeichen
Familie Klinghammer DE1991222337 12. Mai 2000 Fuchs o.A.
am 10.01.07 nach der Arbeit mit Anja, Foto:Klinghammer
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am 10.01.07 nach der Arbeit mit Anja, Foto:Klinghammer

Aktuelles

  • 26. März 2007: Heute bekamen wir Fotos von Spes. Lars Klinghammer berichtet, dass er für den Haidbrook Hof Distanzritt trainiert. Sein Ziel ist, in der Wertung zu sein und gleichzeitig Spes in eine gute Kondition zu bringen.
  • Ich denke, das wird ihm gelingen, wir werden berichten.
  • Wir haben Spes am 03.Juni 2006 verkauft. Sie lebt in Wedel bei Familie Klinghammer und ist mit ihren Menschen augenscheinlich sehr froh. Denn sie wird von den Kindern ganz viel "umtütelt" und steht im Mittelpunkt. Und sie wird regelmäßig im Gelände und auch in der Reitbahn oder Halle geritten, was ihr sehr gut tut.
  • Im Herbst 2006 schickte uns Lars Klinghammer einige Schnappschüsse von Spes und hoffentlich gibt es im Abständen immer mal etwas Aktuelles zu sehen. Hier geht es zu den Bildern...

Geschichte

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  • Spes war schon als Fohlen selbstbewußt und mutig und etwas keck. Sie entdeckte bei Dögg sofort die super Milchquelle, die ja eigentlich für den kleinen, neu geborenen Bingo gedacht war. Wir mußten tatsächlich Bingo mit seiner Mama einige Tage aus der Herde herausnehmen, bis Bingo sich nicht mehr " die Butter vom Brot" nehmen ließ.
  • Das Stutfohlen erhielt beim Fohlenbrennen einen Prämienvermerk des Pferdestammbuchs, was uns natürlich freute.
  • In der Jungpferdezeit war ihre hauptsächliche Gangart ein geräumiger, aber gelaufener Trab, in den Übergängen waren ab und zu Tölt-Schritte zu sehen.
  • Groß und kräftig geworden begann für Spes der Ernst des Lebens mit gut 4 Jahren bei Anja auf dem Fohlenhof. Eine völlig unspektakuläre Grundausbildung endete damit, daß ich Anja eines Tages fragte, wann Spes denn nach Hause könne. Antwort: "Ihr könnt sie abholen und ins Gelände ausreiten, alles ist okay"
 Spes im Winter 2003, Foto: Bernd Schlüter
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Spes im Winter 2003, Foto: Bernd Schlüter
  • Wir holten unsere Stute ab und machten in dem Sommer viele ruhige Ausritte ins Geländes. Uwe ritt Spes und ich ritt meistens Laurus.
  • Später, als ich meine Abrechnungen machte, entdeckte ich, daß Spes tatsächlich nur 2 Monate erste Ausbildung hinter sich hatte.
  • Auf unseren Ausritten war schnell der Tölt in Ansätzen und sehr langsam möglich und es war zu sehen, daß nach intensiverer Ausbildung ein ordentlicher, wahrscheinlich aber nie spektakulärer Tölt da sein würde, was wir aber in diesem ersten Spes-Arbeits-Sommer aus verschiedenen Gründen zunächst nicht weiter verfolgten.
  • Erstens war es durch das unterschiedliche Gangverhalten der Halbgeschwister Spes und Laurus nicht möglich, außer im sehr ähnlich veranlagten Schritt, eine andere Gangart gemeinsam zu reiten. Im Trab hätte Laurus rennen müssen - wahrscheinlich eher im Galopp -, oder Uwe hätte Spes kräftig zurückhalten müssen. Alles schlecht für die jungen Pferde. Im Tölt wäre es genau anders herum gewesen, Laurus mit gutem, raumgreifenden und sicheren Mitteltempo Tölt und Spes im langsamen Tempo. Also unterließen wir das und fanden es schön, an vielen Abenden ruhig durch den Wald zu reiten, die Rehe und Hasen zu beobachten und dabei gleichzeitig die Pferde in verschiedener Hinsicht zu konditionieren.
  • Zweitens hatte es Spes auf Grund ihres Gebäudes nicht ganz leicht, schnell in ein gutes Gleichgewicht zu kommen.

Beschreibung

Spes ist eine große, kräftige Fuchs-Stute mit freundlichem hübschen wachen Kopf aber leider nicht sehr viel Behang, mit etwas mangelnder Ganaschenfreiheit und nicht so großer Beweglichkeit im Genick, einem leicht kurzen Hals, einer etwas vorfallenden Rückenlinie, einer guten Kruppe, einer nach hinten herausgestellten Hinterhand und guten geraden starken Beinen und Gelenken. Spes hat eien mittlere Aufrichtung. Sie hat raumgreifende sichere, aber gelaufene Trabbewegungen und ebenfalls gelaufenen Galopp. Sie läuft ihrem Schwerpunkt immer etwas hinterher und neigt deshalb dazu, eher sehr schnell zu laufen. Einen sicheren taktklaren Tölt kann man ausbilden. Dazu wird aber viel Dressurarbeit nötig sein. Gute und geeignete Dressurarbeit macht Spes deutlich beweglicher und hilft ihr, die Hinterhand unter den Körper zu bringen und sich nicht zu viel auf dem Zügel abzustützen.


Spes und Doppa im Dezember 2003, Foto: Bernd Schlüter
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Spes und Doppa im Dezember 2003, Foto: Bernd Schlüter
  • Uwe ritt Spes im Gegensatz zu mir ganz gerne, aber sie war für ihn nie so das Spaßpferd wie Gamma, die ja im Sommer 2005 mit kleinem Olli bei Fuß auf der Sommerweide spazieren ging.
  • Spes war leider auch mit dem oberfreundlichen Wallach Laurus nie ganz nett und umgänglich, sodaß ich ab und zu fürchten mußte, ihn in irgendeinem Weidezaun wiederzufinden (ist zum Glück nicht passiert). Die Stute war bei uns schlicht und ergreifend nicht genügend ausgelastet.
  • Das Frühjahr 2006 war ein Frühjahr voller Bautätigkeiten, alle Hauskoppeln zäunten wir mit Holz ein, Arbeit für viele Wochen, zum Reiten blieb wenig Zeit.
  • Deshalb entschieden wir, Spes zu verkaufen und sie auch nicht in unsere Zucht zu stellen.
  • Es meldete sich eine nette Familie mit drei Kinder aus Wedel, die ein Islandpferd suchen. Ich glaube, Spes siegte auf Anhieb und stahl sich in ihre Herzen.Peng!!!
    Dezember 2003, Foto: Bernd Schlüter
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    Dezember 2003, Foto: Bernd Schlüter
    Ich versuchte die Familie erstmal davon abzuhalten und doch noch ein bißchen herumzufahren und andere Pferde anzuschauen und gab ihnen alle guten Adressen. Das ging mir einfach viel zu schnell. Außerdem war mir klar, daß Spes zwar einen klasse nervenstarken Charakter hatte und sie auch bis jetzt eine gute Ausbildung genossen hatte, aber dieses Pferd schon sehr große Anforderungen an das reiterliche Können seines Menschen stellte.
  • Aber.... was soll man machen....sie ließen sich einfach nicht mehr wegschicken. Wir veranstalteten also unser übliches Probereiten im Fohlenhof mit Anjas Hilfe und ihren Tipps. Spes war leicht unsicher wegen der unorthodoxen, ihr nicht bekannten Hilfengebung - machte aber nix - sie wartete brav ab und versuchte rauszukriegen, was sie tun sollte. Einige Tage später gab es dann einen gemeinsamen Spaziergang durch die Dorfstraße vorbei an allen "Schrecklichkeiten" in Form von Autos, Treckern, Kinderwagen. Ein Mähdrescher oder etwas anderes riesiges lautes kam auch vorbei. Die Familie entdeckte, daß für Spes gar nichts schrecklich und gefährlich war und sie starteten den ersten und echten Versuch, langsam auszuatmen und sich zu beruhigen!!!
  • Ist doch toll, was ein gelassenes Pferd bewirken kann, wenn man geneigt ist, darauf zu achten und sich einzulassen.


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