Sara-Ósk frá Stora Hofi

Aus Islandpferde Vossbarg Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche




Aktuelles

12. Februar 2008

  • Heute schrieb mir Nicole Kempf eine Email.
  • Nicole hat eine tolle fröhliche Geschichte über Sara geschrieben und auf ihrer Seite http://www.nicolekempf.de/ veröffentlicht, was zu finden ist unter "Nicole/meine Geschichten".
  • Ich finde, das ist lesenswert und bemerkenswert und wir freuen uns sehr darüber!
 Sara im August 1989
vergrößern
Sara im August 1989

Geschichte

  • Eva-Maria hatte Sara frá Stora Hofi zusammen mit einer weiteren Stute 1988 aus Island mitgebracht. Sara war bereits in Island angeritten(eingebrochen?), dabei muß allerhand schief gelaufen sein, sie galt als unreitbar. Eva verpasste ihr den Zusatznamen Ósk.[1]
  • In Deutschland aber versuchten einige verwegene Reiter, z.B. Andreas Trappe oder auch Volker Ledermann, Herr dieser Stute zu werden. Es war wenig erfolgreich und endete immer wieder mit Reitern auf der Erde [2] Man hörte auch und das ist gut denkbar, Sara sei mit einem ihrer Reiter bis in die Ostsee gerannt, ich garantiere allerdings nicht dafür, daß dies der Wahrheit entspricht.
  • Die Stute war in der Lage, von einer zur anderen Sekunde, sich am ganzen Körper so fest und steif zu machen, was gezielte, geschweige denn überhaupt irgendeine Hilfengebung unmöglich machte. Sie zu reiten hatte schon etwas selbstzerstörerisches. Außerdem war Sara zu dem Zeitpunkt extrem scheu, ließ sich kaum fangen, eigentlich gar nicht. Wenn man sie aber mit guten Tricks erwischt hatte, war sie total leicht zu führen und man konnte ohne Schwierigkeiten überall mit ihr hingehen. Sie war immer sehr aufmerksam und freundlich. Eigentlich wollte sie sich dem Menschen gerne anschließen, das war ständig unser Gefühl. Und wir glauben, daß ihr Verhalten und ihre panischen Attacken, ihr Zittern und steif werden auf Erlebnisse in Island zurück zu führen waren[3]
 Lotta  im Mai 1991
vergrößern
Lotta im Mai 1991
  • Sara-Ósk stand im Sommer 1989 mit ihrem Blöndal-Hengstfohlen bei uns auf der Weide und so konnten wir sie gut kennen lernen. Wir mochten sie gerne und kauften sie Eva im Herbst 1989 ab.


  • Auch Uwe startete einige weitere Reitversuche, aber nur sehr halbherzig, einen Unfall konnte und wollte er nicht riskieren. Manchmal ging das sogar ganz gut.[4] War Sara aber schon beim Satteln verspannt, brauchte man an aufsteigen gar nicht erst zu denken. Es war egal, als Reitpferd hatten wir sie nicht erworben, ihre Abstammung war gut, der Vater ein sehr bekannter Hengst, wir glaubten, sie gut in unserer Zucht einsetzen zu können.
  • Sara war im August 1989 im Hauptstutbuch des Pferdestammbuchs eingetragen worden. 1991 wurde die schöne Rappstute Lotta geboren, die leider recht früh Sommerekzem bekam. Es folgte 1992 der Braunscheckhengst Penni, im Mai 1993 die Fuchsstute Rán, die uns so gut gefiel, daß wir die Anpaarung wiederholten. Das ergab 1994 den Fuchshengst Rasmus. Danach gaben wir Sara ein Jahr Pause und 1996 wurde der schöne Graufalbhengst Spoi geboren. Im darauf folgenden Jahr stellten wir Sara in die Herde zu Andvari fra Fuglsang auf dem Kronshof, sie wurde nicht tragend, was uns ein bißchen wunderte, weil es mit ihr bisher nie ein Trächtigkeitsproblem gegeben hatte. Auf Umwegen erfuhren wir, daß der Hengst die ganze Zeit im Training gewesen war, jedenfalls nicht durchgehend bei den Stuten. Wir wissen nicht, ob sie deswegen nicht tragend wurde. Also kommentiere ich das an dieser Stelle lieber nicht!!!
 Penni am 25.05.1992 mit Mutter Sara
vergrößern
Penni am 25.05.1992 mit Mutter Sara


  • Sara hatte all die Jahre Sommerekzem, allerdings war es gut möglich, sie mit ihren Fohlen in der Herde und auf der Weide zu halten, Mähne und Schweif waren zwar angegriffen, aber sie hatte keine offenen blutigen Stellen. Sie hatte die Angewohnheit in der Kriebelmücken-Flugzeit auf bestimmten Wegen im Schritt über die Weide zu marschieren...stundenlang. Und ihre Fohlen mußten mit auf diesen Trampelpfaden, die waren immer sehr früh gut trainiert.
  • Eine Ekzembehandlung wäre übrigens bei Sara nicht so ganz einfach gewesen. In dieser Zeit fingen wir an, auf all unseren Weiden an den Durchgängen Fang-Paddock zu bauen, eine gute praktische Einrichtung, die wir jetzt auch immer beim Fohlenfangen benutzen können. Sollte Sara eingefangen werden, mußten wir unauffällig vorgehen. Erschienen mehr als 2 Leute, und dann wohlmöglich noch mit Halfter, auf der Weide zog Sara ganz langsam in eine andere Richtung ab....aber nie in Richtung Paddock. Sie war superschlau, wir nicht minder im Laufe der Jahre....
 Rán vom Vossbarg im Mai 1993, Foto: JS
vergrößern
Rán vom Vossbarg im Mai 1993, Foto: JS
  • Letzlich hat die nicht so einfache Handhabung der Stute, die auch im Laufe der Jahre bei uns nicht besser wurde[5], ihr Sommerekzem mit dem Wandertrieb, der alle Weiden wie die Straßenkarte eines Ballungszentrums aussehen ließ, uns immer wieder darüber nachdenken lassen, sie trotz der schönen Kinder abzugeben. Und da gerade für einen kurzen Zeitraum unsere Nicole Kempf Zeit war, fanden wir passend und es gab uns ein gutes Gefühl, Sara dorthin zu geben.
  • Sara haben wir am 24.03.1999 an Nicole verschenkt, wo sie in der Zucht eingesetzt wird und eine Reihe sehr gute Fohlen, besonders mit Kongur gebracht hat.
  • Bei uns im Rennen und in der Zucht eingesetzt ist ihre Tochter, die rasante Rán mit bisher 3 Töchtern. Wir sind gespannt, wie die Reitpferdequalitäten dieser Sara-Nachkommen werden, aber bis dahin dauert es noch einige Zeit.

JS

Rasmus im Winter 1994, Foto: Dielenschneider
vergrößern
Rasmus im Winter 1994, Foto: Dielenschneider
Spoi und Sara im Sommer 1996
vergrößern
Spoi und Sara im Sommer 1996

Anmerkungen

  1. Das heißt so viel wie Hoffnung
  2. Vielleicht gehören sie da ja auch in Wirklichkeit hin??!!
  3. sicher ist das zum Teil so, aber inzwischen glauben wir, daß bestimmte Dinge, und zwar besonders die sekundenschnelle Veränderung von total locker entspannt bis zu völlig verkrampft und fest und steif, ein Teil ihres Interieurs war und ist. Schlechte Grund-Erfahrungen haben dann dazu beigetragen, sie nicht zu einem lockeren und gelassenen Pferd werden zu lassen, sondern dies Verhalten fest zu verankern. Wir sind ziemlich sicher, daß es so ist, denn bei Saras Nachkommen findet sich ähnliches Interieur wieder, was, wenn es in gute ruhige Ausbildung gelenkt wird, sehr gut zu handhaben ist.
  4. Uwe der Sara Bezwinger und Pferdeflüsterer? Nein ganz bestimmt nicht. Die Verhaltensmuster waren nicht mehr veränderbar, bzw. traten stets in streßigen Situationen sofort und ohne Vorwarnung zu Tage
  5. ich denke, das hing aber zum Teil mit unserem Zeitmangel zusammen, daß wir sie gar nicht zahmer machen konnten


Persönliche Werkzeuge