Grámann vom Vossbarg
Aus Islandpferde Vossbarg Wiki
| | Besitzer | FEIF ID | Geburtsdatum | Farbe und Abzeichen | |
|---|---|---|---|---|---|
| Caroline und Juliane Siewert | ohne | 04. Juni 1996 | Braunfalbe o.A. |
Inhaltsverzeichnis |
Aktuelles
21. Oktober 2011
- Heute erreichte uns eine mail aus Quickborn.
- Ingke schreibt: Hallo Jutta, jetzt will ich mich endlich wieder einmal melden und von Grámann berichten.
Grámann und Snör sind nun auf eine neue Weide in Quickborn umgezogen. Auf den Nachbarweiden stehen - jedenfalls jetzt im Sommer - auch Pferde, so dass für Abwechslung gesorgt ist. Wir stehen direkt am Himmelmoor, durch das man zwar leider nicht reiten darf, aber drum herum gibt es doch einige Wege, so dass wir täglich ausreiten können. Woran es auch liegen mag (sicherlich an uns), aber seit wir hier sind, ist das Ausreiten wesentlich entspannter geworden und macht einfach nur Spass. Den Pferden geht es gut, beide waren den ganzen Sommer hindurch fit und gut gelaunt. Inzwischen habe ich auch gelernt, dass Grámanns Bocksprünge Zeichen reiner Lebensfreude sind und so kann ich als "Teilnehmer" dieser Sprünge nur nach darüber lachen.
Im vergangenen Monat hat Caro´s Freundin ein Foto-Shooting mit Grámann und Snör veranstaltet. Die Bilder stammen sämtlich von Jana Rusche und sie hat erlaubt, sie Dir zu schicken bzw. sie auf Deiner Homepage zu zeigen.
Ich hoffe, bei Euch ist alles gut. In der Hestur sehen wir ab und an Fotos bzw. lesen etwas von Euch.
Viele Grüße von Ingke
Das Jahr 2009
- 13. Januar 2009
- Vor wenigen Tagen erreichte uns der Tatsachenbericht über das Fahrpferd Grámann.
- Diese Geschichte wollen wir niemandem vorenthalten.
- Viel Spaß beim Lesen: " Von einem Fahrpferd, das (k)eines werden wollte"!
Das Jahr 2007
- 08. Juli 2007
- Uns erreichte eine Email mit Bild aus Hasloh
- Ingke Steinkopff-Siewert schreibt:
- "Unsere Zeit auf dem Fohlenhof zeigt deutliche Resultate: Galoppausritte erfreuen sich allseits großer Beliebtheit - siehe Foto. So zufrieden sehen alle vier aus, wenn sie von einem solchen Ausritt wieder kommen."
- Weiter schreibt Ingke, dass das Fahren mit Grámann inzwischen deutliche Fortschritte macht.
- Die Ausrüstung ist inzwischen komplett, einmal pro Woche fährt Anja zum Fahrtraining nach Hasloh.
- Ein Bericht über die Fahrausbildung von Grámann ist in Arbeit.
- 09. April 2007: Seit wenigen Tagen sind Grámann und Snör auf dem Fohlenhof. Das Aufwärmtraining zum Fahren soll gestartet werden.
- Doch zeigt sich ganz schnell, dass Grámann so allerlei neues gelernt hat, seitdem er nicht mehr in Appen-Etz wohnt.
- Er hat ganz nebenbei in kleinen Schritten, garantiert sehr gemütlich und lässig die Führung über seine Menschen ergriffen und tut nun das, was er für das bequemste hält. Verständlich ist das aus seiner Sicht richtig und auch notwendig und es funktioniert prima, sie sind sehr brav. Er macht nichts schlimmes, nichts gefährliches, wenn man mal davon absieht, dass er einige Male durchgegangen ist. Er steigt nicht, bockt nicht, hört halt einfach nicht zu, warum sollte er auch, so in etwa nach dem Motto: ihr könnt mich mal....ihr hört mir zu!
- Ich denke, einige Tage Arbeit mit Anja, die Erinnerung an die Ausbildung und die "Einsicht", dass es besser ist, wenn man als Pferd nicht Chef ist, wird schnell zurückkehren.
- Und dann kann das Fahrtrainung anfangen.
Lernen
- Es ist toll, dass Pferde im Allgemeinen schnell und gut lernen können, aber leider lernen sie nicht so brauchbare Dinge ebenso rasch. Oft ist es ein schleichender Prozeß, unbemerkt von den Menschen, die ihrem Pferd gerne das eine oder andere nachsehen........
- .....bis sie bemerken, wenn sie es denn überhaupt bemerken, dass sie irgendwie - wieso eigentlich - das Nachsehen haben.
- Pferde mit guter Grundausbildung kann man meist recht rasch erinnern und zurück auf den richtigen Weg bringen, vor allen Dingen können sie ihr Vertrauen zum Menschen zurück gewinnen.
- Ich glaube, das ist fast das wichtigste: dem Menschen vertrauen können und deswegen gerne und überall hin folgen wollen.
- 11. Januar 2007: Caroline hat uns eine sehr aufschlußreiche Beschreibung eines außerordentlich vielseitigen Islandpferdes geschickt. Wer das wohl ist? Hier kann man nachschauen...
Geschichte
- Grámann erlebte eine fröhliche unbeschwerte Jungpferdezeit auf den Vossbargwiesen mit verschiedenen anderen Jungs, z. B. mit Halbbruder Spoi und Rasmus, ebenfalls ein Sohn von Oma Sara, mit Leo und Gambri, zwei Gästen aus Haselau. Vermutlich dachte er sich, das Leben geht so weiter....
- Aber so ist es nun mal nicht. Und so mußten wir dann im Herbst 2000 an den Ernst des Reitpferdelebens denken - wir dachten.... ..... Grámann bestimmt nicht!
Ausbildung
- Seit einiger Zeit arbeiteten Anja vom Stall Fohlenhof in Appen-Etz und ich schon mit Rán zusammen und ich hatte sie oft beim Reiten beobachtet. Was ich erlebte und sah, gefiel mir sehr. Feines leichtes Reiten auf entspannt gehenden Pferden. Eines schönen Tages fragte ich sie, ob sie Lust hätte, einen unserer Isis einzureiten. Anja war überrascht, das merkte man. Die vorsichtige Antwort war zunächst einmal: mit Islandpferden habe ich keine Erfahrung. Macht nix war meine zügige Antwort, die Erfahrung kommt, und Schritt, Trab und Galopp kann Grámann wie jedes andere Pferd auch. Um die weiteren Gangarten brauchst du dich erstmal nicht zu kümmern. Sowieso...wer weiß, wo die stecken.....
- Ich konnte Anja überzeugen und Grámann wurde das erste unserer Pferde, was eine ganz klassische und solide Grundausbildung bei der Pferdewirtschaftsmeisterin bekam.
- Wie später oft zu hören war und heute noch gelegentlich anklingt, hatte Anja viel Spaß und großes Vergnügen mit Grámann. Ob Grámann das auch immer so ging, ist zweifelhaft. Er wollte doch so gerne faul sein und dafür legte er sich mächtig ins Zeug.....aber die Lehrerin durchschaute ihn - leider - immer. Armer Grámann... es gab keine Chance zum Schluffen und Verstecken.
- Für Anja aber war die Verbindung und der Zugang zum Islandpferd hergestellt. Später erzählte sie, daß Grámann ihr zusätzlich das Vertrauen wiedergegeben hat, junge Pferde auszubilden.
- Wir bekamen nach dieser Grundausbildung ein wunderbar leicht und fein zu reitendes Pferd zurück und Uwe ritt Grámann im darauf folgenden Sommer mit großem Vergnügen ausschließlich im Gelände. Alle waren ein wenig neidisch auf Uwe und seinen schönen Wallach.
- Einen Sommer später konnte ich Uwe Grámann abschnacken, weil ich mir dachte, man könnte ihn evtl. auch zu Fahren ausbilden.
- Haben wir dann auch gemacht, zumindest ging er einige Male vor der Kutsche, gefahren von Anja, wobei er sich sehr gut anstellte.
- Ich hab ihn dann aber meist mehr geritten,weil das einfach Spaß machte. Wir besuchten zusammen diverse Lehrgänge auf dem Barghof, Heidehof und Elisenruh.
- Nicht ganz einfach war für Grámann Tölten zu begreifen. Er mußte ihn lernen,langsam und Schritt für Schritt. Ich denke, daß es bis heute nicht gerade seine Lieblingsgangart ist, viel zu anstrengend für den gemütlichen Wallach!!! Verinnerlicht hat er die Schrittfolge vom Tölt und man hört gelegentlich von Situationen, in denen der Trab nicht wiederzufinden ist. Na so etwas!!!
- Gemeinsam bezwangen wir Grámanns Furcht vor "Trollen" und seine Idee, sicherheitshalber umzudrehen und unerkannt langsam Richtung Heimat zu schleichen. Wir entdeckten Wege, mit diesen so furchbaren Gefahren umzugehen. Stehenbleiben und Angucken war der Schlüssel zum Erfolg. Stehenbleiben war sowieso immer das Großartigste und die schönste Belohnung für den etwas gemütlichen Grámann.
Beschreibung
- Grámann ist ein eher schmal gebautes schlankes Reitpferd. Seine bevorzugte Gangart ist ein geräumiger Trab, der Schritt ist recht kurz, der Galopp war zunächst gar nicht Grámann´s Sache, konnte aber gut ausgebildet werden und ist inzwischen mit guter Sprungphase zu seiner Gangart geworden. Der Tölt machte ihm lange Zeit viel Mühe, da es unglaublich schwer war und auch bleibt, seine Hinterhand unter den Körper zu bringen und er eher geneigt ist, auf der Vorhand zu laufen und in der Kruppe hoch zu bleben. Erschwerend kommt hinzu, daß sein Hals eher tiefer angesetzt ist. Durch sehr viel Dressurarbeit, bei Anja und auch auf diversen Lehrgängen mit Gunnar Örn, konnten wir einen taktklaren, aber nicht sehr schnellen Tölt erarbeiten und in Grámann´s Bewußtsein verankern. Unbedingt muß man - wie bei jedem anderen Pferd auch - vermeiden, ihn über harte Zügeleinwirkung in eine absolute Haltung zu zwingen, was ihn gänzlich auf die Vorhand bringt und die Hinterhand nach hinten herausstellt. Dressurarbeit mit viel Seitengängen ist das Mittel der Wahl. Er ist durchlässig und reagiert ausgezeichnet auf alle Hilfen. Wir haben festgestellt, daß er am besten mit einem Ledergebiß arbeitet. Sein Temperament ist nicht überschäumend, aber angenehm.
- Der Sommer 2005 zog ins Land und es nahte die Entscheidung, daß aus unserem Pferdebestand leider einmal wieder ein Pferd verkauft werden mußte. So erschien dann eines Tages eine ganz sympatische Familie mit 2 Töchtern, Caroline und Juliane, aus Hasloh bei unserem Stall. Die suchten ein Islandpferd. Zur Auswahl und zur Besichtigung standen nebeneinander so in etwa wie hier auf dem Bild Grámann, Spes und Laurus.
- Echt, ich hätte wetten können, sie fliegen auf Laurus.....aber ne, Grámann hatte es ihnen spontan angetan und so zog der Wallach dann am 07. August 2005 aus dem Stall Vossbarg um nach Hasloh.
- Wer Lust hat, eine ganz andere Sichtweise dieses Pferdeverkaufs zu erleben, kann das hier nachlesen......
- Wie wir jetzt ab und zu hören, hat die ganze Familie Spaß mit Islandpferden, inzwischen gibt es ein zweites Islandpferd "Snör", was für Grámann wunderbar ist. Und alle sind zusammen umgezogen auf die eigene Weide.

