Betrachtung über eine nicht so erfreuliche Pflanze

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Uwe beim Mähen
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Uwe beim Mähen
  • Kennt Ihr das auch?
  • Im Tagesablauf gibt es jede Menge wiederkehrende Tätigkeiten.
  • Von den täglich wiederkehrenden Aufgaben, meist höchst langweiligen Aufgaben einer Hausfrau oder eines Hausmannes will ich gar nicht anfangen zu sprechen, das macht sowieso fast ein jeder tagaus tagein durch, freiwillig, unwillig, mit Spaß oder auch gefrustet, weil man es garantiert am nächsten Tag wieder tun kann.
  • Wer z.B. mit Robustpferden zu tun hat, kennt ja selbst das tägliche Abäppeln der Paddocks und Weiden, um nur ein Beispiel zu nennen.
mit viel Kraut
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mit viel Kraut
  • Aber nicht nur im Tagesverlauf, sondern auch im Jahrsverlauf kann man Dinge finden, die stets wiederkommen.
  • Spargel zum Beispiel oder auch Erdbeeren, das sind doch schöne leckere Dinge, auf die man sich in jedem Jahr wieder neu freut, ja geradezu herbei sehnt, ich jedenfalls.
  • Was hat jetzt Spargel mit Robustpferden zu tun, da besteht doch gar kein Zusammenhang.....
  • Na ja wer weiß, in unserem "pferdegeprägten" Jahresverlauf gibt es eine Pflanze, die hat es ebenfalls in sich, aber leider ist sie gar nicht ein so erfreuliches Pflänzchen wie der Spargel.
  • Sie macht uns jahraus jahrein einfach nur viel Mühe und wir konnten bisher noch nicht herausfinden, wofür sie wirklich gut ist.
  • Ich spreche vom Ampfer, in dieser Gegend auch genannt Rotstock, ich wette sie hat einen lateinischen Namen, alle Pflanzen haben nämlich lateinische Namen, aber ich hab jetzt gar keine Lust, Zeit aufzuwenden, um das nachzuschauen, wir stecken schon so extrem viel Zeit und Arbeitskraft in dieses unglaubliche Gewächs.
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  • Ich gehe mal davon aus, dass fast ein jeder Pferdehalter den Ampfer kennt, eine Pflanze, die im Frühjahr auf vielen Weiden aus dem Boden sprießt, erst klein und harmlos aussehend, mit einem spitzen Herzblatt, was sie steil nach oben reckt.
  • Aber dann wächst sie ohne Umschweife pausenlos weiter, gnadenlos und voller Energie ist sie schnell höher als das Gras auf den Weiden, die Blätter werden größer und größer, das "Pflänzchen" breitet sich aus, macht sich dick, das Gras hat gar keine Lust, in ihrem Schatten weiter zu wachsen.
  • Dann irgendwann im Sommer schiebt sich ein rötlicher Stengel mit kleinen unscheinbaren unbedeutenden Blüten heraus, sieht sehr harmlos aus, aber relativ rasch danach ist auch schon die Saat da und tausende kleine Saatkörner fallen auf den Boden. Das ist überhaupt nicht lustig.
und riesengroß!
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und riesengroß!
  • Doch was hat all das mit wiederkehrenden Tätigkeiten zu tun, das ist einfach nur eine Pflanze auf der Pferdeweide.
  • Tja, wenn es eine wäre könnte man wohl, glaube ich, gut mit ihr leben, aber es ist eben nicht eine, sondern, wenn man ihr nicht verbietet, sich auszubreiten,vermehrt sie sich maßlos weiter.
  • Na und?
  • Bis heute haben wir nicht rauskriegen können, wofür sie wirklich gut ist, wer sie braucht, denn garantiert wird sie von irgendjemand oder für irgendetwas gebraucht. Es wird doch alles gebraucht...
  • Unsere Pferde brauchen sie jedenfalls nicht, sie scheint niemandem zu schmecken, auch nicht den Rehen auf unseren Weiden.
  • Probiert haben wir es noch mit der sehr langen Wurzel, die ein wenig an Spargel oder auch Schwarzwurzel erinnert, aber auch die ist nicht genießbar, ist ja auch Quatsch, dann wäre schon längst vor uns jemand darauf gekommen.
  • Das einzige, was wir bisher beobachten konnten, war, dass viele Blattläuse sich über die Blätter hergemacht haben, na ja und Blattläuse werden dann ja wieder von anderen Tieren gefressen.
die Blüten mickrig, aber mit großer Wirkung!
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die Blüten mickrig, aber mit großer Wirkung!
  • Also, lange Rede kurzer Sinn, dem Ampfer muß Jahr für Jahr erneut zuleibe gerückt werden, wir finden ihn einfach nicht nett und auch nicht brauchbar, die Weiden sehen ungepflegt aus, wenn er da so rumsteht.
  • Pferdeherde in der Ampfer-Plantage, wie sieht das denn aus.....Islandpferde wirken darin besonders kurzbeinig.
  • Im zeitigen Frühjahr geht es los, sobald sich der Ampfer aus dem Boden wagt.
  • Auf den Hauskoppeln rückte ich mit der Gartenhacke an und mache alles kurz und klein, was mir in die Quere kommt. Aber alle Pflanzen schafft man nicht, die sind schlau und verstecken sich gerne auch hinter anderen Pflanzen, dann arbeiten wir weiter mit der Sense, damit kann man etwas großräumiger vorgehen.
in ganzer Schönheit
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in ganzer Schönheit
  • Auch auf den Sommer-Weiden arbeiten wir mit der Sense oder auch mit dem Ampferstecker, ein echtes Spezialwerkzeug mit zwei Zinken, mit denen man die Wurzel lockern und dann die ganze Pflanze aus dem Boden ziehen kann.
  • Doch Vorsicht, die ausgezogene Pflanze darf man nicht einfach so liegen lassen und hoffen, dass sie vertrocknet, die wächst liegend einfach frech weiter, oft schafft sie es noch bis zur Saatreife. Unglaublich!
  • Der geneigte Leser denkt bestimmt, was ist das alles für ein Aufwand, da läßt man seinen Bauern mit Trecker und Mähwerk kommen, der mäht alles über und gut ist.
  • Zugegeben, das machen wir dann zusätzlich auch oft noch, wenn wir nicht mehr Herr der Lage sind und die Weiden tatsächlich eher wie Ampfer-Plantagen aussehen.
  • Es gäbe auch noch die Variante Gift, aber das ist eine Lösung , die nicht so gut zu uns passt, die wollen wir nicht.
  • Und so bleiben wir bei unseren Werkzeugen Hacke, Sense und Ampferstecher im stets wiederkehrenden Kampf gegen den Ampfer.
  • Ein bißchen gewinnen wir immer, aber ein bißchen gewinnt auch diese unglaubliche Pflanze.
  • Wenn man sie mehrfach im Verlauf des Sommers niedermäht, bleibt sie irgendwann ziemlich klein und macht dann leider doch noch allerlei Saat. Fies oder!
Echt häßlich! Randalín im Ampfergestrüpp
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Echt häßlich! Randalín im Ampfergestrüpp
  • Aber etwas Gutes gibt es auch bei dieser Tätigkeit, wie immer!
  • Man ist draußen bei den Pferden an der frischen Luft, man kann sie beobachten, man muß sich selbst bewegen.
  • Ach ja und mit der Sense lernt man auch umzugehen, ganz so wie früher.
  • Nur das Reiten kommt vielleicht schon wieder einmal zu kurz, weil man ja mit dem Ampfer beschäftigt ist..........
  • Ich persönlich hab inzwischen viel Respekt vor dieser ganz besonderen, nicht so erfreulichen Pflanze!
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