Vossbarg 2007 Beschirmt sieht die Welt schon anders aus
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Schirm-Training auf der Sommerweide
- ....ergibt sich in diesem Sommer 2007 fast von selbst....bei dem häufigen Regen.
na klar! Apríl
- Ganz gerne spaziere ich von Zeit zu Zeit mit Schirm, durchaus auch mit mehreren Schirmen, über die Weide, um Zäune zu kontrollieren oder nach Wasser zu gucken und sowieso um die Pferde anzuschauen.
- Unsere erfahrenen Stuten kennen das Verfahren seit Jahren und kommen gerne unter den Schirm "zum Nachfragen", wenn sie den Eindruck haben, dass es ein Leckerli geben könnte.
- Das Jungvolk muß sich an die bunten Dinger erst gewöhnen.
- Außerdem bin ich gemein!
- Ich bringe immer wieder andere Schirme aus meinem reichhaltigen Gelassenheitstrainings(GHT)-Fundus mit.
- Wenn sie sich an die aufgeklappten runden Dinger gewöhnt haben, bin ich schon wieder gemein!
- Das wird der Schirm zugeklappt, zunächst ganz ruhig und bedächtig, später dann auch schneller, ganz so wie im wirklichen Leben:
das wirkliche Leben mit Schirm
- Plötzlich setzt im Wald der große Starkregen ein, die Spaziergänger direkt neben meinem Reitweg, auf dem ich gerade im schönsten "taktklaren" Tölt lächelnd daher reite, zücken ihre Automatikschirme und klack sind die aufgespannt......und große bunte Scheiben....hui...
- Das: "oh, Entschuldigung, wir haben gar nicht gesehen, dass sie hier reiten" höre ich wahrscheinlich gar nicht mehr, weil mein Pferd schon längst in welcher Gangart auch immer Hackengas gegeben hat.
- Oder die andere Variante:
- Man stelle sich einen Turnierplatz vor, den Rand der Ovalbahn, jede Menge Zuschauer dicht am Zaun und dann plötzlich einsetzenden Regen.
- Wetten, obwohl garantiert Fachleute und Pferdekenner, werden alle zum Schutz der eigenen Frisur und sowieso aber zack zack die Schirme über den Köpfen haben... "Turnierpferde müssen das halt lernen, ist doch egal!"
- Das kann mir ja alles nicht (Vorsicht!) passieren!!!
- Das mit dem Turierplatz sowieso nicht, weil ich gar nie (nie stimmt tatsächlich!) als Reiter mit Pferd auf ein Turnier gehe.
- Das im Wald kann schon passieren, na klar, mir auch.
- Aber wahrscheinlich wird es mir nicht passieren, denn:
- Genau deswegen üben wir solche Situationen mit den jungen Pferden in Ruhe, in vertrauter Umgebung, mit erfahrenen Herdenmitgliedern.
- Später gibt es auch "Schirm-Einzelunterricht" im Paddock und geführt an der Straße.
Beobachtung der Jungpferde
- Wie bei allen neuen, fremden Situationen, ist auch hier wieder spannend zu beobachten, wie sich im einzelnen die noch unerfahrenen Jungpferde und die Fohlen verhalten.
- Mit wem wird man z.B. gezielteres Gelassenheitstraining machen müssen?
- Wer ist von Natur aus cool/ohne Angst sogar?
- Wer ist vorsichtig, aber nicht ängstlich?
- Wer ist hektisch oder nervig oder wird sogar panisch?
- Wer flüchtet und wie weit flüchtet er?
- Man kann viele interessante und aufschlußreiche Beobachtungen machen, allerdings sollte man diese auch richtig deuten können, sonst ist das ganze ziemlich sinnlos.
Unsere Pferde im August-2007-Schirm-Training auf der Sommerweide
- Alte Dögg braucht das nicht mehr, kennt Schirme schon lange, regt sich nie auf.
- Muska ist total gelassen, oder anders ausgedrückt, einfach zu bequem, um einen Schirm aufregend zu finden, sie kommt nicht einmal heran um zu gucken.
- Ásta ist zunächst etwas vorsichtig und zurückhaltend, aber die Lust auf Leckerli läßt sie alles vergessen, den aufgespannten Schirm kann man auch auf ihrer großen Kruppe ablegen.
- Rán, die Chefin, nimmt von dem ganzen Treiben gar keine Notiz, sie muß grasen, es ist nichts mehr , was sie aufregt.
- Unsere Gaststute Lokka findet Schirme grauenvoll und regt sich stets und ständig neu auf, obwohl wir ihr, da wir sie nicht erziehen müssen, mit den Schirmen nie zu nahe kommen. Sohn Uriah bleibt sicherheitshalber dicht bei Mama.
- Die dreijährige Afrika ist neugierig und schleicht sich vorsichtig und mit gespannter Körperhaltung an die bunten runden Dinger heran. Später nimmt sie Leckerli unter dem Schirm.
- Die Jährlinge Björk und Randalín haben total Lust, sich wieder einmal aufzuregen und rennen mit hoher Körperspannung über die Weide. Das dauert aber nur wenige Minuten, die Neugier siegt, die Dinger werden beschnuppert, dann ist es langweilig. Die Mädels gehen wieder den wichtigen Dingen des Pferdelebens nach....fressen!
- Darri und Primus nehmen wie ihre Mütter ebenfalls keinerlei Notiz von unserer glänzend ausgedachten Schirmaktion. Schade auch.....
- Unseren Helden Apríl aber hat die Angelegenheit echt gepackt! Endlich passiert etwas spannendes auf "seiner" Weide.
- Ganz schnell verfliegt die Scheu und die Dinger werden eingehend untersucht, beknabbert, angerempelt.
- Mit Ulrike unter dem Schirm zu stehen oder sogar zwischen zwei Schirmen eingezwängt zu sein, kein Thema für unseren Apríl. Der ist furchtlos und unerschrocken!
- Der schöne Schirm aus dem Hannnoverschen Zoo ist nun leider kaputt.
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