Afrika vom Vossbarg

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Inhaltsverzeichnis

Aktuelles

20. Juli 2011

  • Andra ist bei der Registrierung durch das Pferdestammbuch von Charly umgetauft worden.
  • Sie heißt nun Jörp vom Danzenberg.
  • Das ist doch ein guter Name!
  • Und Jörp wurde prämiert und ist mit tollen Noten aus ihrer ersten öffentlichen Vorstellung auf dem Fohlenhof herausgegangen!
  • Glückwunsch an den stolzen Besitzer und Züchter Charly.

19. Juni 2011


Das Jahr 2010

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02. Mai 2010

  • Es begann im vergangenen Jahr während Afrika im Beritt im Fohlenhof warmit einen leichten Juckreiz zunächst nur an der Schweifrübe .
  • Im Verlauf des Sommers wurde der Juckreiz stärker, Mähne, Schweif, aber auch der ganze Körper waren betroffen. Allerdings sah es nicht wie ein normales Sommerekzem aus, keine offenen Stellen, nichts an der Bauchnaht, hmmm... wir grübelten viel darüber nach und probierten alles Mögliche angefangen von Einschmieren...aber wo....über Fütterung, usw. Erst Mitte Dezember ließ der Juckreiz nach und Afrika schien beschwerdefrei.
  • Jetzt im März begann ich, ihr Gladiator Plus zu geben, was eine prima Wirkung zeigte, sie war völlig ohne Juckreiz. Vor einigen Tagen war meine Packung aufgebraucht und der Nachschub noch nicht da, nach kurzer Zeit wirkte die Stute sehr genervt und hatte auch schnell zwei kleine offene Stellen - also doch Sommerekzem. Arme Afrika, jetzt auch noch das.
  • Rita aus Haseldorf mußte herbei, sie weiß für alles Rat und findet Menschen, die sich mit Ekzemern auskennen und das entsprechend auch behandeln können.
  • Und so kam heute gleich der Pferdehänger und Afrika ist von Appen-Etz nach Heist zu Charly und Rita auf die Weide umgezogen! Wir freuen uns über diese tolle Lösung und wünschen unserer Stute und ihren neuen Menschen ganz viel Spaß zusammen!

  • Zeigt sich doch wieder einmal, dass man nicht einfach leichtfertig mit Stuten züchten soll, die unter Sommerekzem leiden, Oma Sara war halt eine Ekzemerin, damals wurde immer gesagt, wenn das Pferd aus Island kommt, macht es nichts, man kann ohne Weiteres damit züchten. Das wissen wir alle inzwischen besser, möglichst sollte man nur mit Pferden züchten die keinerlei Anzeichen von Sommerekzem zeigen!

Aber selbst dann kann man nicht 100% sicher sein, doch mal einen Ekzemer dabei zu haben, leider....


Das Jahr 2009

Afrika am 05. April 2009
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Afrika am 05. April 2009

30. April 2009

  • Die erste Grundausbildung ist nun abgeschlossen.
  • Aber ganz gemütlich und ruhig werden wir weiterarbeiten.
  • Afrika hat bis hierhin ihre Sache als Reitpferd gut verstanden und sie ist klug.
  • Sie macht gut und sehr willig mit und - wie es scheint - mit großem Spaß .
  • Das Einzige, was bis jetzt nicht gut geht ist der Galopp. Sie kann es einfach nicht unter dem Sattel, aber wir werden daran arbeiten.
  • Jedenfalls freuen wir uns außerordentlich über dies tolle Pferd, Afrika liegt uns sehr am Herzen, bestimmt liegt es daran, dass wir schon so Schweres zusammen erlebt, durchkämpft und gemeistert haben.

22. April 2009

05. April 2009

  • Jetzt gibt es Fotos von allen unseren Stuten zu sehen.

Das Jahr 2008

31. Dezember 2008

19. Dezember 2008

  • Alle Vossbarg-Stuten sind nun zusammen auf der Winterweide und dürfen ihre "eingezäunte" Freiheit genießen.

12. Dezember 2008

  • Afrika hat nun bis zum Jahreswechsel vorzeitig frei bekommen, sie hustet leider ein wenig, ist aber völlig lustig und munter.
  • Bis hierhin hat sie die letzten Wochen sehr gut gearbeitet.
  • Anja ist außerordentlich zufrieden mit der jungen Stute, die sich sehr locker, beweglich, aufmerksam und gelehrig zeigt.
  • Nach wenigen Tagen im Fohlenhof, konnte Anja das erste Mal aufsitzen und auch sofort losreiten. Afrika hat kaum Balanceprobleme.
  • Die gründliche Vorarbeit mit Bodenarbeit und Longe, die wir im Sommer zu Hause geleistet haben, hat sich gelohnt.


03. November 2008

am 10. Oktober
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am 10. Oktober
  • Die Freiheit für Afrika ist nun ersteinmal vorbei:
  • Heute ist sie in ihre Box beim Fohlenhof eingezogen und wurde vom Nachbarn Barolo freundlich begrüßt. Tja........
  • Allerdings fand Afrika den gar nicht gut - dabei finden alle Barolo gut!!! - und sie quietschte und drohte.
  • Ich glaube, das hat er gar nicht verstanden......
  • Zur Zeit ist die Islandstute Halla vom Birkenbusch, die Lars gehört, der ja auch der Besitzer von Spes ist, ebenfalls im Fohlenhof zur Grundausbildung.
  • Beide Islandstuten dürfen sich nun zusammenraufen und können stundenweise auf einem gemeinsamen Paddock laufen. Nicht dass wir rassistisch sind, oder......
  • Heute abend war Afrika immer noch ganz schön aufgeregt und wollte gerne raus aus der Box.
  • Ein wenig konnte das leckere Heu sie versöhnen.....
  • Ich denke, in ein paar Tagen wird alles normal sein.....

01. Juli 2008

  • Afrika gehört seit dem Frühjahr zu den Reitpferden und lebt zusammen mit Gamma und Rúna auf den Hauskoppeln.
  • Sie wird in Abständen, mal mehr mal weniger, an der Longe gearbeitet.
  • Es ist bis jetzt leichte lockere Arbeit, sie soll einfach alles in Ruhe kennen lernen.
  • Sie macht sehr gut mit, hört sehr gut zu und kann so ziemlich alles(Schritt, Trab, Pass, Tölt, Rennpass), außer galoppieren.
  • An den Longiergurt und das Zaumzeug ist sie bereits auch gewöhnt, demnächst ist der Sattel dran.
 am 19.Januar 2008
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am 19.Januar 2008
  • Die alte Verletzung und auch die hakende Kniescheibe machen keine Probleme, sodaß wir denken, dass sie ganz normal angeritten werden kann.
  • Afrika ist recht mutig, aber auch ein bißchen faul.
  • Sie macht mir sehr viel Spaß!

19. Januar 2008

Das Jahr 2007

05. Oktober 2007
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05. Oktober 2007

Beschreibung 2

  • Afrika hat sich in diesem Sommer zu einem stabilen, kräftigen Pferd entwickelt.
  • Sie ist nicht sehr groß, aber etwas größer als ihre Mutter, bei der 133 cm Widerristhöhe gemessen wurde.
  • Sie ist immer gut aufgerichtet und sehr beweglich im Genick, der Hals ist etwas kurz.
  • Sie ist gut bemuskelt und hat seit dem frühen Frühjahr (März 2007) keine Probleme mehr hinsichtlich der Patellaluxation gezeigt. Kundige Tierärzte sagen, mit dem dritten Lebensjahr soll dieses Kniescheibenproblem nicht mehr auftreten, im Moment können wir das bestätigen.
  • Weil sie sich ganz normal bewegen kann und sich auch viel bewegt, ist ihr Rücken kräftig und gut bemuskelt.
  • Sie zeigt viel laterale Bewegungen bis hin zu Rennpassansätzen. Die lateralen Bewegungen können zu Tölt aufgelöst werden.
  • Der Galopp ist gelaufen, in höherem Tempo ist die Sprungphase besser.
  • Trab ist selten zu sehen, wenn sie ihn zeigt ist er sehr schwungvoll, der Schritt ist raumgreifend.
  • Afrika ist eine willensstarke Stute, sie ist dem Menschen sehr zugetan und lernt schnell.

12.11.2007


12.08.2007
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12.08.2007

05. Oktober 2007

05. Juli 2007

  • Afrika hat, glaube ich, von unseren Pferden die größten Ohren.
 große Ohren!
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große Ohren!

27. Juni 2007

  • Die Nacht haben Mutter Lokka und Sohn allein im Paddock verbracht.
  • Afrika hat sich zum Schlafen direkt davor niedergelassen.
  • Gegen Morgen lasse ich die drei wieder zusammen und Afrika scheint sichtlich froh und zufrieden zu sein. Einige Fotos gibt es hier
  • Afrika geht sehr vorsichtig und äußerst sanft mit dem Kleinen um.

26. Juni 2007

  • Bei Sturm und Starkregen wird gegen 22.20 Uhr ein kleines Hengstfohlen von Lokka im Offenstall geboren.
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  • Afrika weicht nicht von ihrer Seite, sie ist unmittelbar neben Lokka und beteiligt sich an der ersten Versorgung und auch beim ersten Aufstehen des Neulings.
  • Wir können fast nicht glauben, dass Lokka diese Nähe akzeptiert.
  • Wir wissen es nicht, kann es möglich sein, dass diese beiden Stuten sehr ursprünglich reagieren und wegen des starken Unwetters gemeinsam versuchen, dem neuen schnell auf die Beine zu helfen?

11. Juni 2007

  • Afrika muß nun ein wenig arbeiten, sie lernt einige Grundbegriffe des täglichen Lebens.
  • Dazu gehört:
  • 1. ordentlich und brav am Halfter gehen
  • 2. von beiden Seiten geführt werden
  • 3. anhalten und ruhig stehen bleiben!
  • 4. seitwärts treten
  • 5. rückwärts treten
  • 6. in zwei, drei, vier, usw. Meter Abstand neben einem hergehen und auch anhalten und erst auf Anforderung wieder antreten.
  • 7. Anbinden, Hufe geben und Hufe ausschneiden gehört natürlich zu den Übungen auch dazu.
  • Die Übungen dauern nie länger als max. 20 Minuten mit kleinen Pausen dazwischen, wenn sie etwas gut und richtig gemacht hat.
  • Afrika lernt schnell und gerne!

28. März 2007

  • Afrikas Beinverletzung vom letzten Jahr ist fast nicht mehr zu sehen, worüber wir sehr froh sind. Eine kleine Verdickung wird wohl zurück bleiben, aber damit wird sie sicherlich leben können und wir auch.
Afrika am 07.03.2007, Foto: JS
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Afrika am 07.03.2007, Foto: JS

03. März 2007


  • Afrika erfreut sich zur Zeit allerbester Gesundheit. Die temperamentvollen Fohlen Björk und Randalín tun ihr sehr gut. Die drei haben sich zu einer echten "Gang" zusammen geschlossen und hecken viel Blödsinn aus, so kennen wir das meist nur von unseren Jungs. Afrika ist aber dadurch viel in Bewegnung und bekommt Muskeln, auch ihr Rücken ist deutlich besser bemuskelt als noch im Frühsommer 2006.

Beschreibung 1

  • Afrika wird, so wie es zur Zeit aussieht, unsere starke Kleine bleiben, denn sie ist kurzbeinig. Aber meist ist sie sehr schön aufgerichtet, bei guter Haltung und sehr beweglichem Genick. Daher wirkt sie auch nicht so klein. Sie ist immer wach und lebhaft. Sie hat Lust ......wie die Mama Rán, sich schnell mal ein wenig über nichts aufzuregen.
 Afrika im Herbst 2006, Foto: JS
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Afrika im Herbst 2006, Foto: JS
  • Mit uns Menschen ist sie reichlich distanzlos, aber immer brav, man kann sie schubsen oder schieben, sie klebt an uns. Daß hängt leider mit dem wochenlangen "Rumgetütel" und zusätzlich unserer reichlich (falschen!) Nachsichtigkeit während ihrer Verletzungszeit zusammen. Aber ich werde noch in diesem Winter ein wenig Bodenarbeit mit ihr machen und ihr den ordnungsgemäßen von uns gewünschten Abstand erklären.
  • Ihre Gangmöglichkeiten sind noch nicht ganz klar und eindeutig zu erkennen. Sie hat einen ordentlichen aber nicht außergewöhnlichen Schritt. Sie kann raumgreifend traben, was man aber nicht oft zu sehen bekommt. Dafür sind viel laterale Bewegungen zu sehen, auch Rennpassansätze. Bei genügend Spannung ist in kurzen Phasen taktklarer schöner Tölt zu entdecken. Der Galopp ist eher steif und gelaufen. Die Patella Luxation macht ihr zeitweilig viele Schwierigkeiten und trägt nicht zu einem guten Rücken bei. 28.01.07 JS

31. Januar 2006

Afrika im Dezember 2005
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Afrika im Dezember 2005
  • Ich erinnere mich noch ganz genau an den Tag und werde ihn auch nie vergessen! Uwe und ich kamen fröhlich in der Mittagszeit wie jeden Tag auf die noch von der Stutenherde bevölkerten Sommerweide. Es war der 31. Januar 2006. Zunächst schien alles normal, die Stuten und die Fohlen Glampi und Bassi warteten bereits am Tor auf ihre tägliche Heuration, nur Afrika und Olli sahen wir am anderen Ende der 4,5 ha Weide. Afrika lag und Olli stand direkt neben ihr.
  • Uwe begann mit der Fütterung, Afrika und Olli kamen nicht. Und ich startete zu meinem täglichen Zaunkontroll-Rundgang. Nach weniger als einer Minute war meine Fröhlichkeit und gute Laune dahin.....dafür Herzklopfen und Aufregung! Der straff gespannte Weidezaun war auf 30 - 40 Meter in die Weide hineingezogen, die Isolatoren abgerissen, an einer Spannschraube klebte ganz viel Blut. Das sah nicht gut aus und schnell war ich bei Afrika und Olli.
  • Was ich vorfand, war einfach nur schrecklich. Auf einer Länge von ca. 20 cm hatte Afrika eine Verletzung der linken hinteren Röhre, der Knochen lag blank, die Haut klaffte weit auf und es blutete stark. Im Umkreis ihres Liegeplatzes waren überall Blutlachen zu sehen, aber es kann gut sein, daß es mir mehr vorkam als es war, denn es lag auch Schnee und Eis.
Afrika im Juni 2005
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Afrika im Juni 2005
  • Was geht einem in so einem Moment durch den Kopf? Mein erster Gedanke war, die arme Afrika können wir gleich an Ort und Stelle einschläfern, das Bein ist ab. Und wie kriegen wir sie dann von der Weide, da müssen wir Hermann, unserem Bauern, Bescheid sagen, der muß mit dem Trecker kommen.
  • Inzwischen hatte sich Afrika hoch gequält. Sie stand auf drei Beinen. Sie zitterte und gähnte, hatte Schmerzen. Olli harrte noch immer ganz ruhig bei ihr aus.
  • Ich rannte zurück zu Uwe, der am anderen Ende der Weide von dem Drama noch gar nicht so recht etwas mitbekommen hatte.
  • Es gibt Momente im Leben, da bin ich froh, einen so ruhigen und umsichtigen Mann zu haben....obwohl...da war er auch nicht mehr ganz so gelassen.
  • Während wir noch beratschlagten, was nun zu tun sei, konnten wir aus der Ferne verfolgen, wie Afrika sich ganz langsam in Richtung Herde und Futter in Bewegung setzte, Olli immer an ihrer Seite. Ab und zu setzte sie den linken Hinterhuf auf, meistens schleifte sie ihn nach. Sie kämpfte sich Schritt für Schritt an die Herde heran. Aber das bedeutete erst einmal, daß das Bein nicht, wie befürchtet, ab war.
  • Wir schöpften einen winzigen Funken Hoffnung. Schnell nach Hause, Halfter holen, Verbandzeug und Spritzen für die Erstversorgung.
  • Brav ließ sie sich verbinden und die Schmerzspritze geben, aber zusammen mit alter Dögg aus der Herde heraus nehmen, um die 500 Meter nach Hause zu gehen, war völlig undenkbar, zu zweit war es uns das nicht möglich...nicht mit Schieben, Ziehen, Drücken, durch nichts....
  • Allmählich wirkte auch die Schmerzspritze, Afrika fing wieder an zu fressen und wir verließen zunächst einmal mit ganz miesem Gefühl im Magen die Weide.
  • Zuhause informierte ich die Wedeler Haidbrooker, daß wir evtl ihre Hilfe in Anspruch nehmen müßten, um unser krankes Pferd von der Weide zu holen. Klar waren alle bereit zu helfen, das ist echt toll! Und die hatten auch jede Menge Ideen, wie man das bewerkstelligen könnte.
im Oktober 2006
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im Oktober 2006
  • Gegen Abend schaute ich noch einmal mit sehr bangen Gefühlen nach unserer Kranken. Was ich sah, verschlug mir schon ein wenig den Atem. Die drei Jungs, Bassi, Olli und Glampi, hatten Afrikas Verband entdeckt und fanden den mega spannend. Es wurde dran gezupft, gerissen und überhaupt wurde die arme Afrika von den unnützen Burschen trakiert, ohne sich wehren zu können. Es war schnelles Handeln angezeigt. Toll, inzwischen war es dunkel geworden, es schien nicht einmal der Mond, ich war ganz allein auf der 4,5 ha großen Weide mit acht Pferden. [1] Meine einzige Chance war, die 3 Mütter mit ihren Jungs in die zweite oder dritte Abteilung zu treiben und von Dögg und Afrika abzutrennen.
  • Manchmal ist es komisch im Leben, gibt es doch Situationen, die erfordern den ganzen Einsatz des eigenen Körpers, des Willens und ich weiß nicht was sonst noch. An sich undenkbar und nicht möglich, 6 Pferde allein auf die nächste Weide zu treiben und gleichzeitig zwei Pferde abzutrennen und zurückzulassen. Ich weiß auch nicht, wie ich es gemacht habe, aber ich habe es gemacht, wahrscheinlich habe ich etwas derart unerbittliches ausgestrahlt, daß sie mir glaubten und ich das Weidetor endlich hinter sechs Pferden schließen konnte, allerdings kam mir zur Hilfe, daß Afrika behindert und daher sehr langsam war und Dögg ganz artig bei ihr blieb.


  • Am nächsten Tag war es dann kein Problem Afrika zusammen mit Dögg von der Weide zu nehmen. Die 500 Meter zur Hauskoppel aber dauerten fast eine kleine Ewigkeit, Schritt für Schritt kämpfte sich Afrika voran. Sie kämpfte wirklich, man kann fast sagen um Überleben. Eine ganz kurze Überlegung war, sie in eine Klinik zu bringen. Wochenlang in einer Box, ohne ihre Freunde, ohne Bewegung im Freien, die Idee mit der Klinik hatten wir eigentlich vor unseren Überlegungen schon verworfen. Auch das Nähen oder Klammern der großen Wunde war bereits nicht mehr möglich, das war sogar schon zu spät, als wir Afrika auf der Weide vorfanden.
  • Also wurde von da an zunächst viele Wochen täglich, später im zwei Tage Abstand, der Verbandswechsel und die Wundversorgung gemacht. Afrika hatte schnell begriffen, daß sie still stehen mußte, sie anzubinden, war später nicht mehr nötig.
  • Die große Verletzung heilte zusehens, das begeisterte uns sehr, aber es war nicht wirklich klar, ob die Strecksehne heil war, oft schleifte sie ihr Hinterbein nach.[2]
  • Nach fast 3 Monaten konnte dann der letzte Verband abgenommen werden, die Wunde war zugeheilt und wir entließen Afrika zusammen mit Dögg aus dem Krankenpaddock in die Sommerfrische. Das war ein ganz froher Moment für uns, aber auch für einige Nachbarn und die kleine Julia, die das wochenlange "Krankenlager" äußerst besorgt begleitet und mitbetreut - in Form von Möhren und Äpfeln - hatten.
  • Nachgeblieben ist ein ganz schmaler Streifen im Fell am Röhrbein und eine nicht sehr große Knochenzubildung, die sich aber ständig weiter zurückbildet.
  • Dokumentiert habe ich das ganze leider nicht, es gibt aus der Zeit kein einziges Foto von dem verletzten Bein. Ehrlich gesagt, habe ich überhaupt nie an Fotografieren gedacht.
  • Wir wünschen uns sehr, daß Afrikas restliche Jungpferdezeit ohne Schwierigkeiten verläuft! JS
     Afrika im Sommer 2004
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    Afrika im Sommer 2004

Geschichte......der Anfang

  • Es regnete im Sommer 2004....so ungefähr jeden Tag und fast ununterbrochen. So jedenfalls kam es uns vor.
  • Aber dann, es war der 13.Juli, wurde ein kleines braunes Stutfohlen auf der Vossbarg Hauskoppel geboren und sofort kam auch der Sommer und es gab von da an nur noch schönes Wetter. Echt, das ist wirklich wahr!
  • Das braune Stutfohlen bekam von uns den Namen Afrika, um an diesen erstaunlichen und so spontanen Wetterumschwung von "brrrrrrrrrr...naßkalt" auf "Sommer, Sonne, warm...oh wie schön" zu erinnern.

Anmerkungen

  1. Unsere Sommerweide ist in drei ca. gleich große Abteilungen unterteilt, die wir je nach Bedarf öffnen oder schließen können, zum Winter hin wird natürlich alles geöffnet, damit die Pferde eine möglichst große Fläche zur Verfügung haben
  2. Wir wissen aber heute, daß dieses Nachschleifen der Hinterhand ( meistens links, aber durchaus auch rechts ) mit der Patella Luxation, die übrigens bei Afrika seit ihrem ersten Lebensjahr zeitweilig auftrat, zusammenhing. Weil sie mit der linken Hinterhand im Draht festgehangen und wahrscheinlich auch erheblich gerangelt hatte, um wieder frei zu kommen, hatte sich die Situation des Knies und der dazu gehörenden Bänder zwischenzeitlich sehr verschlechtert.

    Die Patella Luxation ist etwas, worüber in Islandkreisen nicht oder nur so am Rande gesprochen wird, wie es scheint, wird es ganz gerne verschwiegen oder verharmlost. Andererseits wird über Spat eine riesen Diskussion in Gang gesetzt. Ich meine, über die Patella Luxation müssen wir genau so reden, und nicht immer so tun, als wäre es eine total harmlose und/oder vorübergehende Erscheinung, die im Jungpferdealter auftritt und dann vergeht. Da niemand darüber spricht, ist schwer zu sagen, wie häufig es vorkommt. Ist es erblich, tritt es häufiger auf als früher? Ich halte es auch für unverantwortlich, wenn so ein Pferd (operiert!) in der Zucht eingesetzt wird. Von bekannten Züchtern hörte man ganz früher ab und zu die Aussage: nicht hinschauen, drei Wochen in die Box einsperren, oder einfach draußen laufen lassen, geht alles weg. Die kannten das Problem also schon. Wir kannten es bisher zum Glück nicht. Aber wir finden es sehr problematisch für das junge Pferd, was sich nicht frei bewegen kann und in merkwürdige Bewegungsabläufe kommt, wenn es vielleicht auch nicht schmerzhaft sein mag. Kann gut sein, daß sich alles zurecht wächst mit zunehmender Bemuskelung, aber wir müssen das im Blick behalten. Ich meine, wir Züchter müssen ehrlich damit umgehen, befrage ich meine Züchter-Kollegen dazu, haben sie das Problem nie. Darüber wundere ich mich am allermeisten! JS.




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